Radikaler Salafist trat in Mainzer Moschee auf

Die Mainzer Al-Nur-Moschee des Vereins Arab Nil-Rhein ist mit Vorwürfen wegen des Auftritts radikaler Salafisten konfrontiert. Der Salafist Muhammed Al-Arifi aus Saudi-Arabien erhielt im Dezember 2012 ein Einreiseverbot in der Schweiz. Statt die Eidgenossen zu besuchen, disponierte der Prediger um und legte in Deutschland einen Zwischenstopp ein.

Zwischen Weihnachten und Neujahr 2012/2013 besuchte er Rheinland-Pfalz. Dort trat er unter anderem in der Mainzer Moschee auf. Al-Arifi wird vorgeworfen, in seinen Vorträgen Gewalt gegen Frauen und Andersgläubige zu rechtfertigen. Der Vereinsverantwortliche Samy El Hagrasy stellte gegenüber deutschen Medien in Abrede, dass Al-Arifi auch bei seinen Mainzer Vorträgen radikale und grundgesetzwidrige Thesen verbreitet habe.

Geförderte Kindertagesstätte unter einem Dach mit Salafisten

Besonders pikant am Auftritt des Salafisten ist die Tatsache, dass die Mainzer Moschee sich unter einem Dach mit einer Kindertagesstätte befindet, die ebenfalls vom Verein Arab Nil-Rhein betrieben wird und von der öffentlichen Hand finanziert wird. Nun bemüht sich der Moschee-Verein zu betonten, dass die Salafisten-Veranstaltung nicht in den Kita-Räumlichkeiten stattgefunden habe und während der Kita-Öffnungszeiten auch keinerlei Veranstaltungsbetrieb mit dem umstrittenen Prediger organisiert worden sei.

Nachstoßen möchte nun die rheinland-pfälzische CDU. Landtagsabgeordneter Gerd Schreiner sagt: „Es muss die Frage erlaubt sein, ob ein Moscheeverein, der wiederholt Prediger auftreten lässt, die gewaltverherrlichende und grundgesetzwidrige Inhalte verbreiten, geeignet ist für die Trägerschaft einer Kindertagesstätte.“ Das Mainzer Landesjugendamt sieht das Wohl der Kinder jedoch nicht gefährdet und will die Förderung weiter fließen lassen. Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt, der Mainzer Geografieprofessor Günter Meyer attestiert dem Trägerverein sogar eine „liberale Haltung“, die „klar Richtung Integration“ gehe

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