Piraten wollen Alternative sein – aber nicht zum Euro

Am Wochenende fand in Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) der Parteitag der deutschen Piraten statt. Christian Jacken, selber Pirat, kandidierte für den Bundesvorstand und scheiterte, weil seine Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland (AfD) bekannt wurde. Dies nahmen die Piraten zum Anlass, eine Unvereinbarkeitserklärung in die Parteistatuten aufzunehmen.

Piraten nehmen Euro-Krise zu wenig ernst

Um die Position als Alternativpartei in Deutschland zu verteidigen, unterstellten die Piraten der aufstrebenden AfD, die Bürger zu verunsichern, und warfen ihr vor, keine Perspektiven aufzuzeigen. Jacken hingegen kritisierte sein „Mutterschiff“, die Piratenpartei, vor allem dafür, dass sie die Währungsprobleme Deuschlands nicht ernst genug nehme, wohingegen die AfD die aktuelle Krise sehr wohl erkannt habe.

Unter Buh-Rufen verließ der Befürworter der AfD den Saal durch den Hintereingang, während seine Kollegen die Unvereinbarkeitserklärung mit der neuen Partei beschlossen. Chefpirat Bernd Schlömer kritisierte die aufstrebende Alternative folgendermaßen: „Bestenfalls sind die Vorschläge der AfD alter Wein in neuen Schläuchen: einfallslos, kleinkariert und wenig zukunftsweisend“. Der aktuelle Zulauf zu der erst kürzlich neu gegründeten Partei lässt allerdings sehr wohl auf eine starke Zukunft schließen, während der Höhepunkt der Piraten schon wieder in der Vergangenheit liegen dürfte.

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