Oligarch zieht in die Wildnis – und errichtet geldloses System

Ein ehemaliger russischer Oligarch hat angesichts der nahenden weltweiten Wirtschaftskrise beschlossen, auf seinen Luxus zu verzichten, und sich mit seiner Familie in einer Hütte in der russischen Wildnis einquartiert. Dort möchte er ein „asketisches“ Leben ohne Abhängigkeit von Wirtschaft und Weltpolitik führen. Laut einem Bericht des orthodoxen Blogs „The Sobornost“ (der sich wiederum auf die Daily Mail bezieht), hat German Sterligov vor vier Jahren den freiwilligen Wechsel von einem Leben mit Jachten und Privatjets zu einer Hütte im Wald vollzogen. 

Sterligov, der zuvor ein Firmenimperium mit über 2.500 Angestellten errichtet hatte, sah sich und seine Familie im kapitalistischem Russland dem Untergang geweiht: Viele reiche Russen müssen ihre Familie verstecken, um sie vor den kriminellen Methoden ihrer Mitbewerber zu schützen. Als Sterligov auch noch im russischen Wahlkampf 2004 mit fadenscheinigen Gründen an der Kandidatur gehindert wurde, nachdem er bereits mehrere Millionen in den Wahlkampf investiert hatte, entschloss er sich zu dem drastischen Schritt. „Er kam nach Hause, hat seine Jacke hingeworfen und sagte: Ich kann hier nicht weitermachen. Lass uns gehen und ein neues Leben finden „, erinnert sich seine Frau Alyona – kurz darauf zogen sie mit ihren Kindern in eine Waldhütte. Ein Leben wie in der Zarenzeit; mit einigen Hühnern, Kühen und Ziegen sind die Sterligovs jetzt größtenteils Selbstversorger. Die Kinder werden zuhause unterrichtet, einfache Schreinerarbeiten werden ins nächstgelegene Dorf verkauft.

Plattform für Tausch von Gütern

Doch German Sterligov hat sich nicht ganz aus der Welt zurückgezogen. Stattdessen hat er alle Vorkehrungen getroffen, um seinen ehemaligen Kollegen im Falle einer vernichtenden Krise zu helfen: Zusammen mit ehemaligen Handelspartnern und einigen Millionen seines Ersparten hat er eine Plattform aufgebaut, über die Handelsgüter direkt gegeneinander getauscht werden können. So möchte er helfen, noch mehr Menschen aus der Abhängigkeit vom Finanzsystem zu befreien. Er rät seinen ehemaligen Unternehmen, ebenfalls all ihre Ressourcen dazu zu verwenden, ein neues, stabileres System zu errichten.

Trotz des Erfolges, den seine neue Plattform generiert, möchte Sterligov nicht in die Stadt zurückkehren. Viele der Millionäre seien neidisch auf seine Freiheit, so der ehemalige Unternehmer und nun selbst ernannte Schafhirte. Sein Tipp nicht nur an Wirtschaftstreibende, sondern an alle Betroffene der Krise: „Kauft Güter – Mehl, Salz und Zucker. Ihr werdet sie brauchen.“

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