Fast die Hälfte der Briten für EU-Austritt

Die Briten verlieren zunehmend die Geduld mit der Europäischen Union. Nach einer aktuellen Umfrage sind derzeit mehr als 46 Prozent der Befragten für einen Austritt aus der EU. Lediglich 25 Prozent der Briten wollen aktuell noch in der EU als Mitglied verbleiben. Zu groß sind die Vorbehalte gegen die schlechte Wirtschafts- und Finanzpolitik, die aktuell von der EU-Kommission gemacht wird. Durch die Stimmungslage in Großbritannien kommt auch der konservative Ministerpräsident David Cameron immer mehr in Zugzwang.

Cameron wollte eigentlich erst 2017 eine Volksabstimmung über den Verbleib in der EU in seinem Heimatland durchführen. Nun drängen ihn Parteifreunde und die Öffentlichkeit, bereits 2014 ein solches Referendum anzusetzen. Sollte dies nicht erfolgen, könnten die EU-Wahlen im Frühjahr 2014 zum Volksentscheid über die EU werden und den EU-Kritiker Nigel Farage mit seiner United Kingdom Independence Party (UKIP) zum großen Sieger machen.

Cameron muss aus Brüssel Kompetenzen zurückerobern

Cameron hat nur wenig Spielraum. Wenn Cameron Regierungschef bleiben will, und nicht von einer Welle der EU-Kritik bei den EU-Wahlen 2014 hinweggespült werden möchte, dann muss er in den nächsten Monaten Brüssel Kompetenzen abnehmen. Dies wird zu neuen Konflikten mit den Rivalen Frankreich und Deutschland führen, wo die politischen Eliten immer noch zu einem großen Teil für eine „Union ohne Wenn und Aber“ eintreten.

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