Orden und Ehrenzeichen unter dem Genderaspekt

Gesellschaftspolitischen Engagements macht bei der SPÖ offensichtlich vor keinem Verwaltungsbereich halt. Ein Brief des Präsidiums des Bundeskanzleramts, unterschrieben von Sektionschef Manfred Matzka unter der Aktenzahl GZ. BKA-111.000/0002-I/A/2013 an das Justizministerium, setzt hier aber neue Maßstäbe. Unter dem Betreff „Verleihung von Auszeichnungen – Genderaspekt“ möchte das von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) geführte Bundeskanzleramt die Gleichstellung von Frauen und Männern dadurch fördern, dass auch das österreichische Auszeichnungswesen „gegendert“ werden soll.

Dekorierungsanregungen zu Gunsten des weiblichen Geschlechts

Der rote Sektionschef Matzka mahnt beim Justizministerium (BMJ) ein, dass das Ziel der Gleichstellung in „allen Lebensbereichen“ erreicht werden solle. Er kritisiert in seinem Brief die fehlende Berücksichtigung der „Frauenquote“ im Auszeichnungswesen, die trotz „punktueller Initiativen“ bisher nicht erreicht wurde:

Eine entsprechende Maßnahme könnte sein, schon bei der Erstattung von Anregungen für die Verleihung des Ehrenzeichens für Verdienste  um die Republik Österreich bzw. für die Verleihung von Berufstiteln ein verstärktes Augenmerk auf den Genderaspekt zu legen. Dies kann insbesondere bedeuten, dass aus Anlass konkreter Antragsstellungen immer wieder auch geprüft wird, ob Frauen in ähnlichen Positionen wie vorgeschlagene Männer dieselben Voraussetzungen erbringen wie diese. In solchen Fällen könnten weitere Anregungen naheliegen. Eine weitere Maßnahme könnte sein, jeweils mehrere Anregungen erst dann zusammenzufassen, wenn sich eine unter Genderaspekten ausgewogene Gruppe von Einzelfällen ergeben hat.

In einer Zusammenfassung wird noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Bundeskanzleramt zukünftig mehr Ordens- und Ehrenzeichenträger weiblichen Geschlechts sehen will.

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