Radikale Kommunisten ermorden in Indien 23 politische Gegner

Zu einem blutigen politischen Anschlag ist es im indischen Bundesstaat Chhattisgarh gekommen. Mehr als 200 radikale Kommunisten griffen einen Wahlkampfkonvoi der Kongresspartei an und ermordeten 23 Personen, darunter sieben Polizisten- Weitere 30 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Nach der Errichtung einer Straßensperre zündeten die indischen Maoisten eine Bombe und schossen auf die politischen Gegner.

Unter den toten Parteimitgliedern sind prominente Spitzenpolitiker aus der Region. Unter anderen wurden der ehemalige Innenminister des Bundesstaates, Mahendra Karma, sowie der Parteivorsitzende der Kongresspartei in Chhattisgarh, Nand Kumar Patel, gemeinsam mit seinem Sohn durch die Kommunisten ermordet.

Maoisten verüben seit vielen Jahren blutige Anschläge

Die indischen Maoisten, als „Naxaliten“ bezeichnet, formierten sich Anfang der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts, sie verüben seit vielen Jahren blutige Anschläge auf ihre politischen Gegner. Damals begann auch der bewaffnete Kampf gegen die politischen Eliten in Indien. Die Sicherheitsbehörden gehen von rund 20.000 Kämpfern und weiteren 50.000 Unterstützern in den Reihen der radikalisierten indischen Maoisten aus. Hauptzweck ihres blutigen bewaffneten Kampfes ist der Widerstand gegen Umsiedlungen von armen Bevölkerungsschichten sowie der Einsatz für die landlosen Bauern.

Sowohl der indische Regierungschef Manmohan Singh als auch Sonia Gandhi von der Kongresspartei verurteilten den Anschlag scharf. Bereits 2007 hatte Singh erklärt, dass der Linksextremismus durch die Maoisten die größte innenpolitische Bedrohung sei. Ghandi sprach von einem unglaublichen Angriff auf demokratische Werte.

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