Gründer von „Reporter ohne Grenzen“ kämpft im eigenen Land für Le Pen

Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ kämpft weltweit für die Pressefreiheit und erstellt jährlich einen Index, der zeigt, in welchen Ländern sie besonders gefährdet ist. Unterdrückung von Meinungs- und Pressefreiheit wird meist in Westeuropa fernen Weltgegenden diagnostiziert. Der ehemalige Vorsitzende der Organisation hat jedoch erkannt, dass es auch in seiner Heimat erhebliche Probleme gibt – und engagiert sich nun politisch für die von den französischen Medien am stärksten benachteiligte Partei: den Front National von Marine Le Pen.

Der 59-jährige Robert Ménard ist einer der Gründer von „Reporter ohne Grenzen“ und stand von 1985 bis 2008 an der Spitze der Organisation. Im März 2008 wurde er in China vorübergehend festgenommen, weil er aus Protest gegen die Unterdrückung der Tibeter das Entzünden des Olympischen Feuers in Peking zu stören versuchte. 2011 veröffentlichte er das Buch „Vive Le Pen“ („Es lebe Le Pen“), in dem er eine „Zensur der angepassten Medien“ anprangerte.

Rechte als Kämpfe gegen Zensur

Ménard wird einer der FN-Kandidaten bei der Kommunalwahl im südfranzösischen Beziers 2014 sein. Bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr erreichte Marine Le Pen dort 25 Prozent der Stimmen. Dass der engagierte Kämpfer für die Pressefreiheit seine politische Heimat im Front National gefunden hat, zeigt einmal mehr, dass es in Europa gerade die rechten Parteien sind, die entschlossen gegen Unterdrückung und Zensur von Meinungen auftreten, während es – wie aktuell auch in Österreich zu beobachten – linke Politiker sind, die gegen ihnen missliebige Medien vorgehen wollen.

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