Gefährliche Salafisten ordnen ihre Strukturen neu

Nachdem es zu gewalttätigen Ausschreitungen gegenüber Funktionären der Bürgerbewegung Pro-NRW und der Polizei gekommen war, entschlossen sich die Sicherheitsbehörden im Juni 2012, die radikal-islamistische Organisation Millatu Ibrahim, zu Deutsch Gemeinschaft Abrahams, zu verbieten. Diese Organisation hatte ihren Vereinssitz in einer Solinger Moschee und bereitete dort ihre islamistischen Einsätze vor. Die Begründung des Innenministeriums für das Verbot: Die Salafistenorganisation strebe mit gewaltsamen Mitteln einen Umsturz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung an.

Das Verbot hatte zur Folge, dass zahlreiche radikal-islamitische Aktivisten die Bundesrepublik Deutschland verließen und sich nach Ägypten absetzten. Anführer von Millatu Ibrahim war der Austro-Ägypter Mohamed Mahmoud alias Abu Usama al-Gahrib, der derzeit wegen mutmaßlicher terroristischer Vorbereitungen unter anderem gegen Österreich in der Türkei in Haft sitzt.

Salafistenszene reorganisiert sich übers Internet

Ein knappes Jahr nach dem Verbot von Millatu Ibrahim reorganisiert sich die Salafistenszene nun über Internet-Netzwerke neu. Eine dieser Internet-Plattformen ist “Label Tauhid Germany”. Dort wird seit wenigen Wochen radikal-islamistische Propaganda verbreitet. Dies geschieht unter Einsatz von Facebook und YouTube. Auf der Plattform werden Predigten von radikal-islamistischen Geistlichen verbreitet. Verfassungsschutz und Polizei befürchten, dass daraus eine Nachfolgeorganisation von Millatu Ibrahim entstehen könnte. Erst kürzlich sendete die Internet-Plattform ein Dankesbotschaft von Mohamed Mahmoud an seinen Anhängerkreis.

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