Euro-Austritts-Buch ist der Bestseller in Portugal

Ein Buch, das sich kritisch mit dem Euro auseinandersetzt, steht derzeit an der Spitze der Bestseller-Liste im EU-Krisenstaat Portugal. Mit „Warum wir aus dem Euro austreten sollen“ hat der portugiesische Ökonom Joao Ferreira do Amaral einen Bestseller gelandet. Amaral hat damit den Nerv der Portugiesen getroffen, bei denen eine hohe Unzufriedenheit über die harten Sparmaßnahmen herrscht und die sich nach ihrer alten Währung zurücksehen. Ihnen gibt er eine Perspektive und plädiert für einen möglichst raschen Austritt aus der Währungsunion.

Kritik an der Portugals Europolitik

Der Ökonom übt harte Kritik an der Europolitik Portugals. Er sieht eine völlig falsche Wirtschaftspolitik, die das Land in den letzten Jahren umgesetzt habe. Eine klare Mehrheit der Portugiesen glaubt schon lange nicht mehr, dass die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise durch den Maßnahmenkatalog der Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank zu meistern ist. Amaral in einer Stellungnahme gegenüber dem Deutschlandfunk:

Die Einführung des Euro hat in Portugal ein großes Ungleichgewicht in der Wirtschaft geschaffen. Die Investitionen flossen in die Produktion von nicht handelbaren Gütern, die gegen die ausländische Konkurrenz geschützt waren. Das hat dazu geführt, dass sich unser Industrieanteil auf nur 13 Prozent der Wirtschaftsleistung reduziert hat. Und es wird noch schlimmer werden. Wir brauchen deshalb eine Währung, die unsere Wettbewerbsfähigkeit widerspiegelt. Und unsere Wettbewerbsfähigkeit ist gering.

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