US-Anleihenfonds bauen wieder hohe Verluste

An den Börsen brauen sich schon wieder dunkle Gewitterwolken zusammen. Im Mai 2013 sind die Anleihenkurse rapide eingebrochen. US-Investmentfonds, die in Anleihen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von zehn Jahren investierten, verloren im Mai durchschnittlich rund 1,8 Prozent. Dies ist das schlechteste Ergebnis seit Oktober 2008, als die Finanzkrise ihren Ausgang nahm. Zum negativen Abschneiden trugen vor allem Fonds bei, die in US-Staatsanleihen investieren. Der weltweit größte Anleihenfonds, der Total Return Fund des Investmentgesellschaft Pimco, verlor sogar 2,2 Prozent, wie die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichteten.

Anleger flüchteten in Anleihefonds

Doppelt bitter ist die schlechte Entwicklung der Anleihenfonds für die verunsicherten Anleger. Diese waren seit Beginn der Finanzkrise 2008 vermehrt in diese Anlageform geflüchtet. Aktuell sind dort Vermögen im Wert von mehr als 900 Milliarden Dollar, – umgerechnet rund 700 Milliarden Euro – gebunkert. Bisher konnten diese Fonds den Anlegern ein regelmäßiges Einkommen mit geringem Risiko bieten.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 investierten Anleger international nicht weniger als 135 Milliarden Dollar in Anleihenfonds. Das ist um rund 10 Milliarden Dollar weniger als noch im Vergleichzeitraum 2012. Für das Sinken der Werte könnte vor allem die neue Politik der US-Zentralbank verantwortlich sein, die in den kommenden Monaten ihre Anläufe von US-Staatsanleihen reduzieren möchte. Damit könnte eine neue strukturelle Krise auf die Finanzmärkte zukommen.

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