Indischer Finanzminister verbietet Ankauf von Goldmünzen

Immer mehr Staaten verbieten ihren Bürgern den Ankauf von Gold. Die Politik möchte damit verhindern, dass die Bürger aus dem Papiergeld oder anderen „Stellvertreterwerten“ in reale Werte wie Rohstoffe flüchten. Nun hat sich auch der indische Staat in diese Allianz eingereiht. Der indische Finanzminister Palaniappan Chidambaram hat die Zentralbank in Neu Delhi beauftragt, an Privatpersonen keine Goldmünzen mehr zu verkaufen. Kurz vorher hatte Chidambaram bereits die Zölle für Goldimporte von sechs auf acht Prozent erhöht. Mit diesen Maßnahmen möchte Indien verhindern, dass sich seine Bürger mit noch mehr Goldvorräten ausstatten.

Offizieller Grund ist Außenhandelsbilanz

Als offizieller Grund für das Ankaufsverbot dient allerdings die Außenhandelsbilanz. Indien ist aktuell der weltweit größte Importeur des Edelmetalls. Im Mai 2013 sind die Gold-Einfuhren auf 162 Tonnen angestiegen. Dieser Rekordimport ist mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2011, wo in Indien die bisher höchsten Einfuhren des Edelmetalls stattgefunden haben.

Ob der Import durch das Verbot gedrosselt werden kann, ist fraglich. Obwohl die Regierung hofft, dass sich die Außenhandelsbilanz verbessert, könnte das Gegenteil der Fall sein. Die Preise könnten kurzfristig steigen und so die Handelsbilanz weiter belasten.

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