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Vassilakou ist bei Radfahrern unten durch

11. Juni 2013 - 21:00

Die Grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou ist nun auch bei ihrem eigenen Stammklientel unten durch. Autofahrervertreter gingen ja schon seit ihrer Amtsübernahme vor knapp drei Jahren auf Distanz. Mit mehr als 150.000 Unterschriften gegen die autoritäre Einführung der Parkpickerl-Ausweitung brachte sie nicht nur die PKW-Besitzer und die Rathausopposition, sondern sogar viele SPÖ-Bezirkspolitiker auf die Barrikaden. Nun haben sich aber auch die Radfahrer auf die Grüne eingeschossen. Hans Doppel, Radfahr-Lobbyist der ersten Stunde, äußert gegenüber Medien, dass unter Vassilakou für die Radfahrer „nichts weitergegangen ist“. Das Gründungsmitglied der Radfahrvereinigung Argus sehnt sogar die Zeiten der SPÖ-Betonierer Hannes Swoboda und Fritz Svihalek als Verkehrspolitiker zurück. Grün ist offensichtlich bei vielen Radfahrern nicht mehr hoch geschätzt - verantwortlich ist die zuständige Vizebürgermeisterin.

Außer Propaganda passiert nichts durch die Grünen

Für den Fahrradaktivisten Hans Doppel werden die Mittel für die Radfahrer falsch verwendet. So werde über die städtische Mobilitätsagentur viel Geld für Propaganda ausgegeben, in die tatsächliche Infrastruktur fließe jedoch relativ wenig. Das stattliche Sieben-Millonen-Euro-Budget dieser Agentur werde unter Vassilakous Amtsführung falsch eingesetzt. Überhaupt gibt es "mehr Schein als Sein" in der grün umgefärbten Radfahrpolitik.

Auch die ausschließlich zu Propagandazwecken durchgeführte Einfärbung der Wiener Radwege in „Partei-Grün“ erntet harsche Kritik. Statt neuer Farbgebung sollten die Radfahrwege besser breiter gestaltet sein bzw. so angelegt sein, dass Radfahrer nicht von einer plötzlich aufspringenden Autotür zu Fall gebracht würden. Auch die Freigabe des Rings für Radfahrer ist für Doppel keine Verbesserung, da daneben ja ohnehin Radfahrwege angelegt seien und man dort schneller als im gemeinsamen Fließverkehr vorwärts kommen würde. Überhaupt sei Vassilakous „Anti-Autofahrerpolitik“ für die tatsächlichen Anliegen der Radfahrer kontraproduktiv.

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