SPÖ verhindert Gedenktafel für Kinderheimopfer auf dem Wilhelminenberg

Die seit 1945 ununterbrochen in Wien regierende SPÖ kann sich offensichtlich immer noch nicht dazu durchringen, die Misshandlungen und Verbrechen, die an den Insassen der Wiener Kinderheime über Jahrzehnte begangen wurden, anzuerkennen. Die Verstrickung der SPÖ in die städtische Jugendwohlfahrt wiegt offensichtlich politisch zu schwer. Obwohl inzwischen der Bericht einer Expertenkommission zu den Vorfällen im Kinderheim Schloss Wilhelminenberg vorliegt, lehnt die SPÖ in der Bezirksvertretung in Ottakring die Behandlung eines FPÖ-Antrags auf Anbringung einer Gedenktafel ab.

Seit April 2012 wird die Behandlung des Antrags durch SPÖ-Bezirksvorsteher Franz Prokop und seine sozialistische Fraktion im Bezirksparlament immer wieder verhindert. Am 20. Juni startet die FPÖ unter Klubobmann Georg Heinreichsberger einen neuen Vorstoß zur Beschlussfassung über ein würdiges Andenken an die Opfer auf dem Wilhelminenberg.

Sozialisten verhindern Gedenken an Kinderheimopfer

Für Heinreichsberger ist das Vorgehen der Sozialisten in Ottakring unverständlich.Eine Gedenktafel und eine offizielle Entschuldigung seien das Mindeste und ein erster Ansatz des Wiedergutmachens von systematischem psychischem, physischem und sexuellem Missbrauchs an wehrlosen Minderjährigen. Für Heinreichsberger ist das Verhalten der SPÖ aber keine Überraschung, ist die SPÖ doch in den Missbrauchsskandal stark involviert: „Wie nun der Endbericht festhält, geht der Täterkreis weit in die Parteistruktur der SPÖ hinein. Selbst rote Stadträte waren über wesentliche Missstände Jahrzehnte lang informiert.“

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