Schwarzer Donnerstag an der Börse in Tokio

Die Börse in Tokio verzeichnete einen „Schwarzen Donnerstag“. Der Aktienindex in Tokio, der Nikkei, ist massiv eingebrochen. Vor allem die Börsenwerte der Exportwirtschaft gaben in Tokio stark nach. Der Nikkei schloss 6,4 Prozent tiefer bei 12.445 Punkten und unterschritt damit die Grenze von 13.000 Punkte deutlich. Die Grundlage dieser negativen Börsenentwicklung in Tokio sind massive Zinsängste, Sorgen über die Konjunkturentwicklung und weitgehend verunsicherte Anleger.

„Abenomics“ konnten Deflation bis jetzt nicht stoppen

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat seit seinem Amtsantritt am 26. Dezember 2012 massive Maßnahmen gesetzt, um die seit gut 15 Jahren andauernden Deflation auf dem asiatischen Inselstaat zu bekämpfen. Die nach dem Ministerpräsidenten benannten „Abenomics“ bedeuten eine offensive Geldpolitik. Hier tut es die Japanische Zentralbank der US-Federal Reserve gleich, die ihre Niedrigzinspolitik bisher konsequent fortgesetzt hat. Dies führt aber gleichzeitig zu einer zunehmenden Unsicherheit, ob und wann die quantitativen Lockerungen in der Geldpolitik in den USA wieder zurück genommen wird und es zu einer Geldverknappung kommen könnte.

Der weiterhin starke Yen drückte deshalb die Aktienkurse auf der gesamten Linie und führte zu massiven Verkäufen der Finanz- und Immobilienwerte. Gleichzeitig gaben auch die Kurse der Elektrowirtschaft und des Autosektors nach. Demgegenüber legten die Aktien der Stromversorger wieder zu, da es Medienberichte gibt, dass nach abgeschlossenen technischen Überprüfungen einzelne Kernkraftwerke wieder ans Netz gehen könnten. Gleichzeitig könnten Energieimporte bei Öl und Erdgas dann wieder zurückgefahren werden.en Rückschlag

Am Freitag erholte sich der Nikkei von seinem Rückschlag und machte rund die Hälfte der Verluste wieder gut.

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