Chemiewaffen in Syrien? Russland gibt US-Druck nicht nach

In Moskau zeigt man sich unschlüssig, und Deutschland weiß erwartungsgemäß von nichts. Nur die US-Regierung ist überzeugt von den Ergebnissen ihrer eigenen Untersuchung. Demnach sollen im syrischen Bürgerkrieg chemische Waffen zum Einsatz gekommen sein, wie Ermittlungen des US-amerikanischen Geheimdienstes ergaben.

„Mit Lügen gespickt“ sei diese Begründung, warum Präsident Barack Obama nun die Rebellen des Assad-Regimes mit Waffenlieferungen unterstützen will, heißt es aus Syrien. Der aktuell ausgetragene G-8 Gipfel scheint keine Einigung zwischen Assad-Unterstützer Putin und Obama zu dieser Thematik zustande zu bringen. Russland und die USA haben einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und damit ein Vetorecht zu den Vorschlägen des jeweils anderen.

Briten als Verbündete

Der britische Premier David Cameron ist von der „ehrlichen Einschätzung“ aus Übersee angetan und sichert den USA Unterstützung zu, während Deutschland keine Waffen liefern will, aber ein Vorgehen anderer Ländern respektiere, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete.

Der syrische Präsident Baschar al Assad hingegen dementiert die Vorwürfe des Einsatzes chemischer Waffen und bekommt dabei aus Russland RückendeckungDer Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses in der Duma, Aleksej Puschkow, weist darauf hin, dass sich Syrien durchaus bewusst sei, das Ausland zum Eingreifen zu ermächtigen, wenn sein Land tatsächlich jene Waffen besitzen würde. Russland unterstützt indessen die offizielle syrische Armee mit Ausrüstung und Waffen.

CIA hat angeblich genau untersucht

US-Präsident Obama drohte bereits im August 2012 mit einem Militärschlag, sollte Syrien „die rote Linie“ überschreiten. Zu dem letztendlichen Entschluss, die Rebellen mit Waffen zu unterstützen, kam es aufgrund von angeblich sehr genauen Untersuchungen des US-Geheimdienstes CIA, der einen Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Armee festgestellt haben will. Die Aufständischen sollen demnach nicht im Besitz vergleichbarer Waffen sein. Angeblich soll das Nervengift Sarin bei vier Einsätzen 100 bis 150 Opfer gefordert haben.

Die Argumentation der USA erinnert an die Invasion zum Sturz Saddam Husseins im Irak. Damals wurde behauptet, der Irak sei im Besitz von Massenvernichtungswaffen. Ein Beweis dafür wurde jedoch nie erbracht.

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