1995 titelte die Kronen-Zeitung „Linksextremisten wollen mit Einem die Polizei reformieren“ und veröffentlichte einen Artikel über ein Schreiben des damaligen Grünen Nationalratsabgeordneten Rudolf Anschober an den Innenminister Caspar Einem (SPÖ).

Foto: wikimedia/Rigaud/Die Grünen - Die Grünen Oberösterreich (CC BY-SA 2.0 AT)
„Linksextremist“ Anschober beriet 1995 den roten Innenminister Einem

Dass linke SPÖ-Kreise schon seit vielen Jahren gerne eine rot-grüne Regierung bilden würden, ist in der Öffentlichkeit bekannt. Viele Grün-Funktionäre, wie etwa Peter Pilz oder Karl Öllinger, kommen aus der SPÖ bzw. sozialistischen Jugend- und Studentenorganisationen. Aber nicht nur die Linksaußenpolitiker Pilz und Öllinger sind als Kontaktpersonen zur SPÖ in der Vergangenheit aufgefallen. Bereits 1995 deckte die Kronen-Zeitung eine enge Zusammenarbeit mit dem heute von der ÖVP als Bürgerlichen gehätschelten oberösterreichischen Landesrat Rudi Anschober auf. Sie titelte „Linksextremisten wollen mit Einem die Polizei reformieren“ und veröffentlichte einen Artikel über ein Schreiben des damaligen Grünen Nationalratsabgeordneten Anschober an den Innenminister Caspar Einem (SPÖ).

Anschober-Buch über Polizeiübergriffe als Morgengabe an Einem

Caspar Einem war zu diesen Zeiten als finanzieller Unterstützer der linksextremistischen Zeitschrift Tatblatt bekannt. Das machte ihn den Grünen offensichtlich besonders sympathisch, sie wollten die geistige Verwandtschaft auch bei konkreten Projekten des Innenressorts umsetzen. In der Kronen-Zeitung, Seite 3, vom 25. November 1995 las sich das so:

Der Innenminister hat als Freund und Gönner linksextremer Aktivisten diesen wiederholt größere Geldbeträge zukommen lassen. […] Nun stellt sich heraus, dass die Linksextremen innerhalb der Grünen weiterhin mit dem Innenminister zusammenwirken. So hat der Sicherheitssprecher der Grünen, Rudi Anschober, Abgeordneter im Nationalrat, ein Schreiben an eine enge Mitarbeiterin des Innenministers gerichtet, in dem unter anderem  heißt, Anschober habe ein Buch „über  Polizeiübergriffe“ geschrieben, das Anfang Dezember erscheinen soll. In diesem Brief wird wörtlich festgestellt, „daß sich die Reformvorschläge im Bereich der Exekutive seitens des Ministers und seitens der Grünen ziemlich decken. So strebe man bei der Reform eine Zusammenarbeit an. Mit anderen Worten: Jene Gruppe der Extremisten, die mit Pilz vor noch gar nicht langer Zeit der Polizei Straßenschlachten vor der Oper geliefert hat, bei der auch Polizeibeamte Verletzungen erlitten, schickt sich jetzt an, zusammen mit Innenminister Einem Polizei und Gendarmerie zu „reformieren“.

Der historische Krone-Artikel zeigt vor allem auch eines auf: die Aufnahme der linksextremen Grünen in das Establishment. Während Österreichs auflagenstärkste Tageszeitung das Kind damals noch beim Namen nannte, wird die Partei heute von den Medien verhätschelt und dient sich SPÖ und ÖVP derzeit als Machterhalter nach den Nationalratswahlen an.

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