Bad Banks belasten Europa mit mehr als 1.000 Milliarden Euro

Die in sogenannten „Bad Banks“ in Europa geparkten Risiken wachsen sich zu einem akuten Problem aus. Diese Banken wurden seit Beginn der Finanzkrise 2008 in vielen Ländern Europas gegründet, um risikoreiche Geschäfte einfach „auszulagern“ und damit die Bilanzen der vermeintlich gut funktionierenden Finanz- und Bankinstitute offiziell nicht zu belasten. Wie das französische Medium Les Echos nun veröffentlichte, sind in diesen Bad Banks mehr als 1.000 Milliarden Euro an Risiken gebunkert. Das Ausfallsrisiko dafür trägt der Steuerzahler über eingerichtete Staatshaftungen.

Belgisch-französische Dexia hat 266 Milliarden mieser Kredite

Allein die belgisch-französische Dexia hat als Bad Bank rund 266 Milliarden mieser Kredite in ihren Büchern – dies ist mehr als ein Viertel der gesamten europäischen Haftungen in diesem Bereich. Um diese gigantische Summe abbauen zu können, würde man rund 63 Jahre brauchen. Eine weitere französische Bad Bank, die Natixis, übernahm 35 Milliarden Euro an „Schrottpapieren“. Sie musste 2009 die französischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken von miesen Krediten befreien. Eigentlich solle die Natixis bis Ende 2014 aufgelöst werden, es stehen aber immer noch 14,5 Milliarden Euro an uneinbringlichen Krediten in der Bilanz.

Aber nicht nur in den ausgewiesenen Bad Banks stehen hohe Haftungssummen an, auch in den regulären Bankinstituten haben sich mittlerweile wieder rund 720 Milliarden Euro an zusätzlichen „faulen Krediten“ angesammelt. In Österreich sind bei Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zuletzt „Eventualverbindlichkeiten“ bei der Kommunalkredit im Zusammenhang mit ihrem Zypern-Engagement aufgetaucht.

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