Das Wiener Lorenz-Böhler-Krankenhaus wird zum Teilzeitspital

Das Lorenz-Böhler-Krankenhaus in Wien-Brigittenau wird zum Teilzeitspital. Bisher hatte Wien mit den Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz-Böhler zwei Akutanstalten mit 24-Stunden-Öffnung. Ab 1. Juli 2013 hat die ambulante Erstversorgung täglich nur mehr von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Lediglich Unfallopfer in Rettungs- und Hubschraubertransporten sowie Notfälle sind von der Nachtschließung zwischen 22 und 6 Uhr ausgenommen. Mit dieser Neuregelung schränkt der Krankenanstalten-Betreiber AUVA seinen Betrieb wesentlich ein. In Meidling und im Lorenz-Böhler-Krankenhaus werden jährlich 140.000 Patienten versorgt.

FPÖ kritisiert Einschränkung der Öffnungszeiten

Obwohl die Verantwortlichen in der AUVA betonen, dass sich an der Versorgungsleistung für die Patienten nichts ändern werde, gibt es Unmut in der Belegschaft und bei der politischen Opposition. Eine für vergangenen Freitag einberufene Betriebsversammlung im Lorenz-Böhler-Krankenhaus soll laut Tageszeitung Heute ungewöhnlich lange gedauert haben. Und auch Gesundheitspolitiker der FPÖ kritisieren die eingeschränkten Öffnungszeiten des Unfallkrankenhauses im 20. Bezirk, so etwa FPÖ-Nationalrat Andreas Karlsböck:

Nur weil die SPÖ/ÖVP-Koalition seit Jahrzehnten nicht in der Lage ist sich auf eine tatsächliche Gesundheitsreform zu einigen und endlich sinnvolle Einsparungen und Strukturänderungen durchzuführen, sind wieder einmal die Patienten die Leidtragenden. Das ist übelste Sparpolitik auf dem Rücken von Unfallopfern.

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