ÖH-Frauenvollversammlung: So muss die Studentin von heute sein

Wer sich noch an die schwachsinnigen Jobanforderungen erinnert, mit denen das von der früheren ÖH-Vorsitzenden Janine Wulz mitverantwortete Café Rosa erst auf Personalsuche und dann flugs pleite ging, den wundert es, dass die Linke unter den Studenten seither doch etwas dazu gelernt hat. Nein, von der wirtschaftlichen Führung eines Betriebs versteht man bei der ÖH der Uni Wien nach wie vor nichts. Aber ein paar neue Grundsätze sind ihnen eingefallen.

Für 28. Juni um 15 Uhr werden alle Studentinnen zu einer „Frauenvollversammlung“ ins Großraumbüro der ÖH im Hof 1 des Uni-Campus eingeladen. Dabei wird die Frauenreferentin gewählt. Damit sich niemand bewirbt, der irgendwie ungeeignet ist, geben die anonymen Aussender hinter der Adresse presse@oeh.univie.ac.at einige Leitlinien vor:

Wir sind bemüht, unsere politische Praxis an folgenden Grundsätzen auszurichten. Im Rahmen dieser, sind wir offen für alle Interessierten!

Feministisch * Queer * Antinationalistisch * Antihomophob * Fraktionsunabhängig und Autonom * Emanzipatorisch * Antirassistisch * Antiheteronormativ * Antihierarchisch * Gegen Transphobie * für *Frauen-, Lesben-, Inter-, Transräume * Basisdemokratisch * Antisexistisch * Antibiologistisch * Antitraditionalistisch * Gegen Männerbünde * Gegen Burschenschaften * Gegen Elitebildung * Antidiskriminierend * Antifaschistisch * Antiklerikal * Antipatriarchal * für ein Recht auf Abtreibung * Gegen Sexismus für Sex * für lustvolles Leben * Antikapitalistisch * Antiklassistisch * Partizipativ * Solidarisch * Gegen Lookism * Gegen Antisemitismus * Für Barrierefreiheit!

Anstatt einer Wahl könnte man vielleicht jener Kandidatin den Vorzug geben, die alle Grundsätze in der richtigen Reihenfolge aufsagen kann.

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