Erdogan-Fanatiker provozieren mit Großaufmarsch in Wien

Politische Aufmärsche radikalisierter politischer Lager sind in Österreich – abgesehen von kleinen Splittergruppen – eigentlich Geschichte. Nun aber tragen türkische Zuwanderer den politischen Konflikt wieder auf die Straßen. Nachdem letzten Sonntag die Erdogan-Gegner von Favoriten aus Richtung Karlsplatz marschiert waren, sind am heutigen Sonntag, dem 23. Juni, die Erdogan-Fans am Zug. Bis zu 5.000 fanatisierte Erdogan-Unterstützer, die nicht nur aus Wien, sondern auch den Bundesländern herbeigekarrt werden, wollen ab 13.30 Uhr vom Columbusplatz in Favoriten starten. Von dort wird die Teilnehmerschaft dann die Route Favoritenstraße – Südtiroler Platz – Favoritenstraße – Wiedner Hauptstraße – Karlsplatz – Friedrichstraße – Getreidemarkt – Mariahilfer Straße – Christian-Broda-Platz nehmen. Dort soll eine Schlusskundgebung stattfinden.

Neben Parteigängern von Erdogans AKP werden auch Anhänger der türkisch-nationalistischen Parteien MHP und BBP erwartet. Nach den Äußerungen etwa des Grünen Bundesrat Efgani Dönmez, der ursprünglich demonstrierende Anhänger Erdogans aus Österreich in die Türkei zurückschicken wollte, rechnen Beobachter mit einer aufgeheizten Stimmung.

Radikalisierte Türken tragen politischen Konflikt nach Österreich

Inzwischen radikalisiert sich die Lage in Österreich zwischen Erdogan-Anhängern und Erdogan-Gegnern immer mehr. So soll ein Brief des Bundesrats Dönmez, der in der Kronen Zeitung abgedruckt wurde und in dem sich Dönmez entschuldigt und indirekt als Sympathisant Erdogans deklariert, eine Fälschung sein. Dönmez möchte nun rechtliche Schritte einleiten, um die wahren Briefschreiber, die er im Lager der Erdogan-Fans wähnt, zur Strecke zu bringen.

Österreichs Regierung ist auch mittelbar in den Konflikt der beiden Türken-Gruppen involviert, werden doch viele Vereine im Umfeld der Erdogan-Gegner und Erdogan-Fans aus Steuermitteln subventioniert. So erhält etwa ein Atatürk-Verein, in dem sich Erdogan-Gegner sammeln, finanzielle Unterstützung durch den österreichischen Staat.

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