Anarchisten feiern Fünf-Tages-Fest im Ernst-Kirchweger-Haus

Die extreme Linke ist in Feierlaune. Erst Ende April veranstalteten die Betreiber des Ernst-Kirchweger-Hauses (EKH) in Favoriten ein mehrtägiges so genanntes Solidaritätsfest. Zum Ferienbeginn wird in dem von der Stadt Wien hoch subventionierten Anarchistentreff neuerlich gefeiert. Ein „Haus-und Hoffest“ geben dort die Anarchisten und Linksradikalen heuer vom 3. bis zum 7. Juli.

Die extreme Linke nutzt solche Szenefeste aber nicht nur zum Feiern, sondern auch um sich zu vernetzen. Vergangenes Jahr sollen bei einem ähnlichen Fest die ersten Gespräche und Vorbereitungen für die dann im Herbst 2012 erfolgte Besetzung der Votivkirche bzw. für die radikalen Aktionen gegen den Wiener Akademikerball geführt und getroffen worden sein. Nach den Ausschreitungen gegen den Akademikerball kam es in den Räumlichkeiten des EKH zu einem so genannten „Nachbereitungstreffen“ der Demonstranten von der „Autonomen Antifa“.

Anarchisten machen in Radfahren und Klettern

Offiziell beschäftigen sich die feiernden Anarchisten und Linksradikalen jedoch mit ganz gewaltfreien Dingen wie Radfahren, Klettern, Siebdruck, Swingbike oder „Funkfeuer“. In Workshops widmen sie sich diesen Themen, die nur auf den ersten Blick keinen politischen Bezug haben. Bei Funkfeuer geht es etwa um „überwachungsfreies“ Internet. Siebdruck ist für die Herstellung propagandistischer Kommunikation notwendig und Klettern ist sowohl bei Angriff, Verteidigung als auch Flucht eine Fertigkeit, die jeder politische Straßenkämpfer gut gebrauchen kann. Musikalisch begleitet wird die Fünf-Tages-Feier durch Musik aus dem Fundus einer ganzen Reihe von international bekannten Punk-Bands.

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