Wiener Erdogan-Anhänger sind SPÖ-Parteigänger

Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) kann sich nach der Türken-Großdemonstration für den autoritär regierenden Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan am 23. Juni 2013 in Wien freuen. Zwischen 10.000 bis 15.000 fanatisierte Türken jubelten ihrem Polit-Idol Erdogan zu und verteidigten dessen Politik. Angefeuert wurden sie vom türkischen AKP-Abgeordneten Metin Külünk. Die von Häupl und seinem grünen Koalitionspartner seit vielen Jahren getrommelte ungezügelte Zuwanderungspolitik trägt aber auch für die SPÖ ihre Früchte.

Ein Großteil der Erdogan-Fans sieht sich in Österreich parteipolitisch im Lager der SPÖ bestens beheimatet. Dies diagnostiziert zumindest die Gratistageszeitung Heute in ihrer Print-Ausgabe vom 24. Juni, in der sie verkündet: „Heute wollte wissen, wen die Demonstranten in Österreich wählen. Die SPÖ hat klar die Nase vorn.“ Und die Zeitung zitiert dazu die Meinung der Massen: „Weil sie uns in Ruhe lässt.“ Und auf dem Titelblatt lässt Heute die 17-jährige Hymeyra, bekleidet mit einem Erdogan-T-Shirt zu Wort kommen: „In Österreich würde ich SPÖ wählen.“

Wiener SPÖ buhlt seit vielen Jahren um Türken-Stimmen

Die Wiener SPÖ buhlt seit vielen Jahren um Ausländerstimmen und hier vor allem um die der türkischen Zuwanderer. Bei den letzten Gemeinderatswahlen stellte sie insgesamt 77 türkisch-stämmige Kandidaten auf, um diese  Bevölkerungsgruppe zu mobilisieren.

Im November 2012 plädierte der ehemalige rote Finanzminister Hannes Androsch für einen Türken als Nachfolger von Michael Häupl als Wiener SPÖ-Bürgermeister. Doch so lange muss Androsch offensichtlich gar nicht warten, die Demonstranten jedenfalls haben in Michael Häupl ihren „Wiener Erdogan“ offensichtlich schon gefunden.

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