Alpine-Pleite: Angst um Arbeitsplatz geht um

Die Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes geht in Österreich um. Nach der Pleite des Baukonzerns Alpine sind weite Kreise der österreichischen Bevölkerung wegen der Zukunft ihrer Beschäftigung verunsichert. Das Meinungsforschungsunternehmen Humaninstitut hat dazu eine aktuelle Studie veröffentlicht.

Die Österreicher sehen die momentane Arbeitsmarktlage in hohem Maße angespannt, beurteilen ihre persönliche Zukunft negativ und sehen aktuelle Firmenpleiten als Ursache. Im Gegenzug wünschen sich die Befragten mehr sozialen Zusammenhalt, eine Stärkung des „Sozialkapitals“ und beklagen, dass die Politik zu wenig für die Erhaltung der Arbeitsplätze mache.

Österreicher sehen Arbeitsmarktlage zu 81 Prozent negativ

Die Österreicher sehen laut Humaninstitut die momentane Arbeitsmarktlage zu 81 Prozent negativ. Auch für die Zukunft sind die Befragten wenig optimistisch. 68 Prozent sehen die Zukunft des Arbeitsmarktes negativ, nur acht Prozent positiv. Ebenfalls stark ausgeprägt ist die subjektive Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren – gleich 63 Prozent der Befragten sind davon betroffen.

In diesem Zusammenhang geben 92 Prozent an, auf Grund der aktuellen Firmenpleiten beunruhigt zu sein, 87 Prozent verspüren einen allgemein steigenden Konkurrenzdruck, 70 Prozent machen dafür die aktuelle Wirtschaftskrise verantwortlich und 62 Prozent zudem die Instabilität von Europäischer Union und Eurozone.

Wirtschaftspolitik hat versagt, Sozialkapital soll helfen

Einig sind sich die Österreicher, dass die Wirtschaftspolitik bei der Bewältigung der Krise bisher versagt habe. Gleich 75 Prozent geben an, die Politik habe nicht genug unternommen, um Arbeitsplätze zu erhalten. Als Alternative nehmen die Befragten das Sozialkapital im Sinne eines gesellschaftlichen Zusammenhaltes und der traditionellen Familie sehr ernst. Mehr als Zwei-Drittel geben ihm eine hohe bzw. sehr hohe Bedeutung.  Demgegenüber ist das Finanzkapital mit 15 Prozent weit abgeschlagen.

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