Ein Fest zu Ehren des Bauernbefreiers Hans Kudlich

Die einzige Errungenschaft der gescheiterten Revolution von 1848 war die Befreiung der österreichischen Bauern, die Eigentümer ihres Landes wurden und nicht mehr Robot und Zehent leisten mussten. Der Antrag dazu im Österreichischen Reichstag kam von Hans Kudlich (1823 Lobenstein – 1917 USA). 1913, also vor 100 Jahren, widmeten ihm die Bauern in seinem Geburtsort eine Aussichtswarte, die auch die Urne mit seiner Asche beherbergt.

Freiheitliche Hilfe vor dem Verfall

1945 wurde die deutsche Bevölkerung Lobensteins (heute Úvalno auf der tschechischen Seite der innerschlesischen Grenze) vertrieben, die Hans-Kudlich-Warte dem Verfall preisgegeben. Nach der Wende versuchte Walter Kudlich aus Burghausen am bayrischen Salzachufer, selbst noch in Lobenstein geboren und Urgroßneffe des Bauernbefreiers, die beinahe baufällige Warte zu retten. Der Bürgermeister von Úvalno unterstützte das Ansinnen voll. Kudlich konnte zahlreiche Zusagen für Spenden erlangen. Diese wären aber beinahe verfallen, weil die letzten 100.000 Schilling (ca. 7.200 Euro) partout nicht zustande kommen wollten und die Galgenfrist nahte. Die FPÖ-Wien löste diesen Gordischen Knoten und die restaurierte Kudlich-Warte konnte am 1. Oktober 2000 wiedereröffnet werden.

Österreichische Landsmannschaft feiert mit

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Eröffnung der Hans-Kudlich-Warte veranstaltet die Österreichische Landsmannschaft einen Wochenendausflug, um an den Festlichkeiten teilzunehmen. Dieser findet am Wochenende des 14./15. September 2013 statt. Das Programm beinhaltet Stadtführungen in Nikolsburg, Brünn, Olmütz (wohin 1848 Kaiser und Reichsregierung geflohen waren), Troppau und Kremsier (wohin 1848/49 der Reichstag ausgewichen war und von wo der zum Tode verurteilte Hans Kudlich seine abenteuerliche Flucht über die Schweiz in die USA antrat). Die österreichischen Gruppen der ÖLM (eine aus Wien, eine aus Kärnten) werden natürlich auch am Festakt in Lobenstein teilnehmen und die Warte besichtigen. Anmeldungen sind noch möglich. Das Wochenende kostet bei Halbpension nur ? 195,00 (EZZ ? 15,00). Die Detailinformationen gibt es bei der Österreichischen Landsmannschaft, die auch die Anmeldungen entgegennimmt, entweder telefonisch unter 01/408-22-73 oder elektronisch unter mandl(at)oelm.at.

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