Schlagfertiger Sido wieder in der Jury für „Die große Chance“

Wer einen ORF-Moderator zu Boden streckt, wie der Rapper Sido den Chili-Moderator Dominic Heinzl, hat auf dem Küniglberg offenbar ein langes Leben. Jetzt gab der Sender bekannt, dass der deutsche Muskelmann auch in der nächsten Castingshow „Die große Chance“ in der Jury sitzen wird –  gemeinsam mit Sängerin Zabine, Primaballerina Karina Sarkissova und Kultmoderator Peter Rapp. Eines muss man ihm lassen: Schlagfertig ist er allemal.

Der Zuseher darf sich trotzdem wundern, dass die Prügelaffäre im Herbst 2012 nur negative Auswirkungen für Heinzl zeitigte. Der wurde nicht nur von Sido zu Boden befördert, sondern bekam daraufhin auch noch einen Schlag von Programmdirektorin Kathrin Zechner versetzt, die das von Heinzl gestaltete Society-Magazin „Chili“ einstellte. Sido dagegen bekam gleich nach der Affäre eine zweite Chance: Es sei keine Rücknahme der ursprünglichen Entscheidung, behauptete Zechner allen Ernstes in einer Presseaussendung. „Wir geben Sido nach intensiven Gesprächen und reiflicher Überlegung eine zweite Chance – es ist seine große, aber auch letzte,“ so die gleiche Fernsehdirektorin, die Sido nach einer Prügelaffäre wenige Wochen davor noch vor die Tür gesetzt hatte.

Duldete der ORF Sidos Drogenkonsum?

Im Zuge dieser Soap-Show der ORF-Mitarbeiter kam auch ein weiterer ungeheuerlicher Skandal zutage: Sido soll laut Medienberichten im Backstage-Bereich der Show „Die große Chance“ regelmäßig und ausgiebig Marihuana konsumiert haben. „Vom ORF wurde gegen diesen offenen Verstoß gegen das Suchtmittelgesetz offenbar nichts unternommen, obwohl es Beschwerden, unter anderem von Karina Sarkissova, darüber gab“, sagte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky. „Sido kifft vor meinem Sohn“, wurde die Tänzerin in der Tageszeitung Österreich zitiert.

All das spielt heute offenbar keine Rolle mehr. Dem ORF geht es anscheinend nur noch um Quoten, die allgemein bedrohlich im Sinkflug sind. Und da zählt der Anstand offenbar weit weniger als ein Rüpel-Rapper, der mit Skandalen auf sich aufmerksam macht.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link