Athener Bürgermeister krankenhausreif geschlagen

De von der sozialistischen PASOK unterstützte, offiziell unabhängige Athener Bürgermeister Giorgos Kaminis wurde nach einer Sitzung des Verbandes der griechischen Gemeinden niedergeschlagen. Aufgebrachte Gemeindebedienstete schlugen den Linkspolitiker krankenhausreif. Bei der Versammlung wurden tiefgreifende Einsparungen im öffentlichen Dienst diskutiert, um die Vorgaben der Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu erfüllen.

Das Umfeld des Athener Bürgermeisters machte Anhänger der griechischen Kommunalgewerkschaft POE-OTE für den tätlichen Angriff verantwortlich. Dort ruft Gewerkschaftspräsident Themis Balasopoulos seit Monaten zum Widerstand gegen die Sparpolitik auf. Die POE-OTE hat sich allerdings von der Attacke auf den Bürgermeister distanziert.

Bis Jahresende sollen 12.000 öffentlich Bedienstete den Hut nehmen

Insgesamt sollten in den nächsten Jahren 150.000 Staatsbedienstete in der öffentlichen Verwaltung den Hut nehmen, um zur Sanierung des Staatshaushaltes beizutragen. Bis zum Ende des Jahres sollten 12.000 Beamte aus der Verwaltung ausscheiden bzw. in andere Bereiche versetzt werden. Gerade einmal 99 wurden aber bisher tatsächlich abgebaut. Nun möchte man überzählige Staatsbedienstete in einer Transferagentur „parken“, um die Zahlen zu schönen. Gewerkschaften und die Opposition von Links und Rechts haben für die nächsten Wochen zu weiteren Streiks und Protesten aufgerufen.

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