Giftige Technikprodukte ohne Kennzeichnung im Handel

Kürzlich veröffentlichte ein Institut aus Hamburg im Auftrag der Computer-Bild eine erschreckende Auswertung: „Bureau Veritas“ stellte bei 32 handelsüblichen Produkten eine erhöhte Gesundheitsgefahr fest. Bis jetzt sind Technikprodukte noch nie so genau überprüft worden. Das Ergebnis ist erschreckend: Vom Babyfon über Kopfhörer bis hin zu Lichterketten reicht die Palette von Produkten, die unseren Hormonhaushalt stark beeinflussen können.

Weichmacher als Gefahr

Viele dieser Produkte sind aus PVC (Kunststoff), der an sich nicht biegsam oder weich ist. Dies wird erst durch die Zugabe von Weichmachern erreicht, die aber nicht fest an den Kunststoff gebunden sind, sondern mit der Zeit austreten und bei erhöhter Dosis zu nachhaltigen Schädigungen führen können, wenn sie etwa eingeatmet oder durch die Nahrungszufuhr aufgenommen werden.

Besonders bedenklich ist das Ergebnis der Untersuchung für die Kleinsten, so Sarah Häuser vom Bund für Umwelt und Naturschutz: Ihre Organe befinden sich noch im Wachstum und das Hormonsystem steuert die körperliche und geistige Entwicklung.“ Weiters erklärt sie, dass es vor allem zu Hormonstörungen kommen könne und das Risiko für späteren Hoden- oder Brustkrebs steige.

Gesetzliche Regeln kommen nur langsam

Ab Herbst sollten EU-weite Richtlinien den Gehalt krebserregender Polyaromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK)? gesetzlich regeln und auf 0,1 Milligram pro Kilo beschränken. Auf gefährliche Weichmacher reagiert die Gesetzgebung aber nur langsam – ab 2015 sollen vier besonders verdächtige Stoffe nur noch mit einer speziellen Genehmigung in Produkten verwendet werden dürfen. Der Verbraucher wird bis jetzt auf den Produktetiketten nicht über dessen Schadstoffanteil informiert.

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