Facebook entschuldigt sich – doch Strache bleibt gesperrt

Facebook ist mittlerweile eines der größten und einflussreichsten Unternehmen der Welt, doch die internen Abläufe hat es offenbar nicht unter Kontrolle. Nachdem FPÖ-Obmann HC Strache die Sperre seiner überaus erfolgreichen Facebook-Seite am Donnerstag bekannt gemacht hatte, war Facebook bemüht, den Verdacht zu zerstreuen, dies könne etwas mit der FPÖ-Kritik an den US-Spionage-Methoden zu tun haben. Eine alternative Erklärung vermochte man allerdings nicht zu liefern. Immerhin: Am Abend konnte Strache – zumindest über den Umweg eines anderen Administrationsprofils – wieder mit seiner Facebook-Anhängern kommunizieren.

Entschuldigung über Medien ausgerichtet

Am Freitag dann die offizielle Entschuldigung des Internet-Giganten, zwar nicht an Strache selbst, aber via Standard und Kurier-Futurezone ausgerichtet:

Nach eingehender Prüfung des User Operations-Teams in Irland wurde die temporäre Sperrung der Administratoren bereits gestern Abend wieder aufgehoben. Wir entschuldigen uns für die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten.

Strache weiter gesperrt, nun auch Gudenus

Seither ist für die Medien die Sache erledigt, nicht aber für Strache. Der kann nämlich noch immer nicht direkt posten. Die Sperre seines persönlichen Facebook-Profils als Administrator seiner Fanseite wurde immer noch nicht aufgehoben, stellte gestern FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky richtig und setzte nach:

HC Strache wartet auch weiterhin auf eine Erklärung für die verhängten Sperren. Die Beteuerung, dass diese nichts mit Kritik an den Spionage-Praktiken der USA zu tun hätten, gewinnen nicht gerade an Glaubwürdigkeit, wenn man in Betracht zieht, dass das Konto des Wiener FPÖ-Klubobmanns Gudenus soeben unter ähnlichen Umständen gesperrt wurde.

Auch Gudenus kann nämlich derzeit nichts schreiben im sozialen Netzwerk: „Sowohl auf der Fan-Seite als auch am privaten Profil sind mir Postings und Likes gesperrt, beide Profile somit großteils
lahmgelegt worden.“ Auch bei ihm erfolgte die Sperre ohne Angabe von Gründen. Und auch bei ihm verschwanden US-kritische Beiträge – jene nämlich, in denen er sich über die Facebook-Praktiken gegenüber Strache beschwerte.

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