Faymann und Spindelegger sind sogar zu feig, um Urlaub zuzugeben

Die Opposition urlaubt, die Regierung arbeitet. So titelte die Tageszeitung Österreich und machte daraus einen „Streit um Politiker-Urlaube“. Lächerliche Wahlkampfhilfe für Rot-Schwarz? Anders kann man das wohl nicht bezeichnen. Denn die Zeitung hatte mit diesem Artikel offenbar nur eines vor: Eine Neid-Diskussion in der Öffentlichkeit zu provozieren.

Angeblich, so formuliert das Fellner-Blatt, fliegen zwischen FPÖ und Regierung die Fetzen, seit bekannt wurde, dass HC Strache (FPÖ) mit Freundin und Kindern auf den Ibiza-Urlaub bestehe. Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vize Michael Spindelegger (ÖVP) würden heuer nämlich auf Sommerurlaub verzichten und durcharbeiten. Strache sagt dazu im Interview: „Wer so tut, als würde er 24 Stunden arbeiten, lügt oder ist ein Sicherheitsrisiko. Ich mache mir zwei Wochen bewusst den Kopf frei, um Energie und Kraft zu tanken.“

Faymann und Spindelegger urlauben nur „tageweise“

Kanzler Faymann sagte dem Blatt, dass er „nur tageweise“ Urlaub machen wolle. So sei er mit seiner Familie ein Weekend am Lido in Venedig gewesen, ergänzt aber gleich, dass er aber ins Büro zurück gefahren sei(?). Im Juli wolle er „einige wenige Tage“ in Radstadt beim Bergsteigen verbringen. Und Vize Spindelegger sagte der Tageszeitung Österreich, dass er seinen Urlaub „ebenfalls abgesagt“ habe: „Ich arbeite durch.“ Allerdings kommt dann der Nachsatz, dass Spindelegger „tageweise“ zu seiner Familie, die am Mondsee urlaubt, fahren würde.

Der Wähler kennt sich bei diesem Herumeiern nicht mehr aus. Arbeitet die Regierung durch oder urlaubt sie doch? Er kommt zum Schluss, dass Faymann und Spindelegger sogar zu feig sind, um ihren Urlaub transparent zu machen. Dabei würde der Wähler, der in wenigen Wochen über die Zukunft Österreichs entscheidet, gut verstehen, dass jeder Mensch Erholung braucht. Alles andere ist unehrlich.

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