Große Unzufriedenheit im Umgang mit US-Spitzelaffäre

Die verdeckte Bespitzelung der Österreicher durch internationale Geheimdienste ist in aller Munde. Seit der Sperre von Bundesobmann HC Straches Facebook-Zugang hat die Diskussion über die Methoden der US-Geheimdienste und ihrer willfährigen Kooperationspartner neue Nahrung erhalten. Das Marktforschungsunternehmen Humaninstitut lässt nun mit neuen, interessanten Details zur Haltung der Österreicher zur Geheimdienstaffäre und der Reaktion der Bundesregierung aufhorchen.

In einer Studie erklären sich die Befragten mit Aufdecker Edward Snowden in hohem Maße für solidarisch, während man der Haltung der österreichischen Bundesregierung in dieser Frage wenig abgewinnen kann. Dies verwundert nicht, geben doch mit 46 Prozent fast die Hälfte der Befragten an, dass sie persönlich das Gefühl haben, überwacht zu werden.

Österreicher befürworten Snowdens Verhalten eindeutig

Die Österreicher befürworten das Verhalten Snowdens eindeutig. Mit 64 Prozent der Befragten bejahen fast zwei Drittel das Vorgehen des Aufdeckers, nur 20 Prozent lehnen es ab.  Eine Auslieferung Snowdens an die USA lehnen sogar 71 Prozent ab, während sie nur von acht Prozent begrüßt würde. Dazu passt auch, dass 53 Prozent der Umfrage-Teilnehmer dem Amerikaner jederzeit in Österreich Asyl gewähren würden.

Bundesregierung hat in Spitzelaffäre klar versagt

Als eindeutiges Versagen werden die Reaktionen der österreichischen Bundesregierung unter Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) gewertet. Ganze 61 Prozent beurteilen die Regierungs-Haltung als unangemessen, nur 28 Prozent als angemessen. Sogar 86 Prozent der Befragten hätten sich eine härtere Reaktion Österreichs auf die US-Bespitzelung gewünscht. Dass einzelne Länder das Internet-Verhalten ihrer Bürger bespitzeln, finden 73 Prozent falsch.

Interessant auch die Ergebnisse eines tiefenpsychologisches Verfahrens im Zusammenhang mit der Haltung der Österreicher zur US-Spitzelaffäre: 81 Prozent reagieren mit stark negativen Emotionen, 86 Prozent haben eine hohe Aufmerksamkeit bezüglich der Vorgänge und 69 Prozent geben an, einen hohen Wissenstand zu haben.

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