Kroatien ist neues Problemmitglied der Europäischen Union

Das neue EU-Mitglied Kroatien könnte zum Sorgenkind der Europäischen Union werden. Grund dafür ist die undurchsichtige Finanzlage. Während wirtschaftspolitische Eckdaten vom Fischfang bis zur Abfallentsorgung gegenüber Brüssel offengelegt worden sind, hinken die Zahlenwerke rund um Budget und Staatsschuldenquote hinterher. In einem sogenannten „Statistischen Porträt Kroatiens in der EU“ stammen die Zahlen aus 2009 und sind somit vier Jahre alt. Erst im Oktober 2013 sollen der EU-Statistikbehörde Eurostat überhaupt aktualisierte Zahlen vorliegen.

EU beklagt mangelndes Datenmaterial

Die Europäische Union bemängelt jedenfalls das dünne Datenmaterial, das Zagreb an Eurostat bis jetzt geliefert habe.  Verlässliche Daten über die Gesamtverschuldung, die gesamten staatlichen Haftungen Kroatiens und die Finanzgebarung der lokalen Behörden sind für die EU unbekannte Größen.

Was bis jetzt über die kroatischen Landesgrenzen hinaus gesickert ist, stellt sich wenig erfreulich dar. So schrumpfte die kroatische Wirtschaft seit 2010, die Staatsverschuldung liegt an der EU-Obergrenze von 60 Prozent und das Defizit dürfte 2013 die Drei-Prozent-Marke klar überspringen. Trotz dieser unsicheren wirtschaftspolitischen Lage will die Europäische Union in den nächsten sechs Jahren fast zwölf Milliarden Euro nach Kroatien „pumpen“.

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