Bürgeranleihe wird zum nächsten Investitionsgrab für deutsche Anleger

Mit dem Modell einer Bürgeranleihe inklusive Bürgerdividende könnte die deutsche Bundesregierung ihren Staatsbürgern ein neues Investitionsgrab geschaufelt haben. Mit dieser Variante wollte die CDU/CSU/FDP-Regierung die sogenannte „Energiewende“ finanzieren. Das Stromnetz sollte unter finanzieller Beteiligung der deutschen Bürger ausgebaut werden, um etwa Stromlieferungen von Windparks im Norden in den industrialisierten Süden Deutschlands zu ermöglichen.

Propagiert wird diese Bürgeranleihe durch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Bürger sollen sich im Rahmen dieser Bürgeranleihe mit mindestens 1.000 Euro beteiligen und dafür bis zu fünf Prozent Zinsen pro Jahr kassieren. Insgesamt sollen so mindestens 15 Prozent der Gesamtinvestitionssumme für den Netzausbau aufgestellt werden.

Finanzexperten warnen vor den Risken der Bürgeranleihe

Finanzexperten warnen nun jedoch eindringlich vor der neuen Bürgeranleihe. Das Modell sei schwer zu durchschauen und für den „Normalbürger“ nicht nachvollziehbar. Die Anleihenzeichner werden zu Kreditgebern der Netzbetreiber und erwerben keinerlei Miteigentums- oder Mitspracherecht. Was bei einem Scheitern der Energiewende passiert, weiß heute noch keiner.

Unbeeindruckt von dieser Kritik geben sich die zuständigen Minister der schwarz-gelben Bundesregierung. Umweltminister Altmaier lobt dieses Finanzierungsmodell auf der Homepage der deutschen Bundesregierung ausdrücklich: „Dadurch, dass nicht nur die Kosten, sondern auch die Erträge breit gestreut und gerecht verteilt werden“, sieht er die Akzeptanz für die Energiewende gestärkt.

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