Islamistische Dschihadisten greifen in Syrien kurdische Rebellen an

Immer mehr wird Syrien zum Hauptkampfplatz rivalisierender Gruppierungen. Seit mehreren Wochen liefern sich islamistische Dschihadisten schwere Kämpfe mit kurdischen Rebellen im Nordosten des Landes. So kam es am Wochenende wieder zu heftigen Gefechten zwischen Al-Kaida-Milizen und kurdischen Rebellen in der Provinz Al-Rakka nahe der türkischen Grenze.

Die kurdische Minderheit macht rund zehn Prozent der syrischen Bevölkerung aus. Im Zuge der seit 2011 andauernden Kämpfe hatten kurdische Milizen in den von ihnen bewohnten Gebieten eine eigene Selbstverwaltung aufgebaut. Diese politische, aber auch religiöse Autonomie ist den radikalen Islamisten in Syrien ein Dorn im Auge. Sie kämpfen gegen den Widerstand der Kurden an, damit sich diese den Al-Kaida-Befehlshabern bedingungslos unterordnen.

US-Experte befürchtet nach Assad-Sturz jahrelangen Bürgerkrieg

Wenig optimistisch gibt sich der hochrangige US-Geheimdienstoffizier David Shedd angesichts der anhaltenden Kämpfe zwischen Islamisten und Kurden. Nach Analysen der US-Geheimdienste operieren aktuell nicht weniger als 1.200 verschiedene Gruppierungen auf Seiten der sogenannten Opposition gegen Präsident Assad. Die Gruppen reichen von religiösen Versammlungen bis hin zu unterschiedlichen politischen und ethnischen Verbänden.

Vor diesem Hintergrund geht der US-Geheimdienstler davon aus, dass es selbst bei einem gemeinsamen Sturz des derzeitigen Präsidenten Assad in der Folge zu einem jahrelangen Bürgerkrieg kommen könnte, der auch die Nachbarstaaten Israel, Libanon, Türkei oder den Irak betreffen könnte.

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