Ex-EZB-Volkswirt Stark prophezeit neue Euro-Krise

Vor einem Jahr versprach der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, dass die EZB “alles Notwendige” tun werde, um den Euro zu erhalten. Damals kündigte Draghi an, dass die EZB sogar Staatsanleihen maroder Euromitglieder ankaufen werde, um die Lage zu stabilisieren. Bis jetzt hat man sich notdürftig über die Krise geschwindelt, und das mit einem gigantischen Finanzeinsatz, wie die Hilfsgelder an Griechenland, Zypern, Irland, Portugal und Spanien zeigen. Nach den Bundestagswahlen in Deutschland am 22. September 2013 könnte die nächste Krise über die Währungsunion hereinbrechen.

Einer der schärfsten Kritiker der Politik von Draghi und Co. ist Jürgen Stark, der ehemalige Chefvolkswirt der EZB. Er erkennt keine nachhaltige Lösung der Euro-Krise. Draghi habe den Regierungen der maroden EU-Südstaaten nur “Zeit gekauft. Doch diese Zeit blieb ungenutzt.”

OMT-Programm soll marode Staatsfinanzen retten

Nach den Bundestagswahlen soll das sogenannte OMT-Programm marode Staatsfinanzen über die EZB koordinieren. Offiziell sind die primären Kunden eigentlich Spanien und Italien, immer öfter wird jedoch auch das schwächelnde Frankreich genannt, das auf diese Weise durch die Hintertür seine miesen Staatsfinanzen “vergemeinschaften” könnte. Bisher erklärt die schwarz-gelbe Regierung in Berlin noch ihren Widerstand – dies könnte sich bei Rot-Grün oder Schwarz-Rot aber nach dem 22. September rasch ändern. Chefökonom Stark warnt jedenfalls vor den negativen Auswirkungen auf den deutschen Staatshaushalt und damit die deutschen Steuerzahler.

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