Servitenkloster-Flüchtlinge wurden nach Pakistan geschickt

Die acht pakistanischen Asylwerber, welche unter großem politischen Wirbel festgenommen wurden, werden nun zurück in ihrer Heimat geschickt. Die Proteste halten unterdessen an, eine Abschiebung sollte verhindert werden. Die ersten der pakistanischen Asylwerber, welche bereits am Sonntag festgenommen wurden, mussten am Montag im Laufe des Tages ihre Heimreise antreten. Die Proteste, an denen 80 bis 100 Personen teilnahmen, wurden von einem großen Polizeiaufgebot aufgelöst, anschließend wurden die Asylwerber zum Schwechater Flughafen gebracht.

Proteste weiten sich auf Flughafengebiet aus

Wann genau die Asylwerber das Land verlassen haben, wurde noch nicht bekannt gegeben, jedoch soll dies noch im Laufe des 29. Juli geschehen sein. Laut Einträgen im Kurznachrichtendienst Twitter hatten sich auch am Flughafen Demonstranten versammelt, um gegen die Abschiebung zu protestieren. Die acht Pakistani haben vergangenen Winter gemeinsam mit anderen Asylwerbern wochenlang die Votivkirche besetzt und danach Unterschlupf im ehemaligen Serviten-Kloster gefunden.

Am Sonntag hat die Festnahme der acht Männer und die bevorstehende Abschiebung zu einer heftigen politischen Debatte geführt. Kardinal Christoph Schönborn und die Grünen unterstellten, dass hinter dieser Aktion Wahlkampfmotive stecken. Dem widersprach die Polizei: Eine freiwillige Heimreise sei nicht erfolgt, obwohl die Betroffenen mehrmals über das rechtskräftig negative Ergebnis ihres Asylverfahrens informiert worden seien. Darum sei nun eine Festnahme erforderlich geworden, so der Polizeisprecher Roman Hahslinger.

Weitere Flüchtlinge im Servitenkloster 

Im Unterschlupf der Flüchtlinge, dem Servitenkloster, halten sich im Moment weitere 40 Flüchtlinge, der Großteil davon pakistanischer Herkunft, auf. Die Asylverfahren sind bei vielen von ihnen noch immer im Gange. Wie das Innenministerium betonte, sind auf Grundlage von EU-Rückführungsabkommen mit Pakistan bei einem negativen Asybescheid Abschiebungen möglich. Ihr Heimatland hatte den acht Pakistani ein “Rücknahmezertifikat” ausgestellt. Für zwölf weitere Männer wird dieses Zertifikat erwartet, auch sie könnten daher demnächst in ihre Heimat gebracht werden.

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