Griechenland braucht schon wieder neue Milliardenhilfen

Erst kürzlich ist eine neue Tranche der internationalen Milliardenhilfe für Griechenland geflossen. Nun gibt es aber bereits neue Begehrlichkeiten aus Athen. Spitzenökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF), der die Griechenlandhilfe gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission abwickelt, gehen von rund elf Milliarden Zusatzfinanzierungsbedarf 2013 und 2014 aus. Allein heuer  sollen 4,4 Milliarden Euro fehlen, 2014 gar 6,5 Milliarden.

Neue Belastungen für EU-Mitgliedsstaaten

Diese knapp elf Milliarden Euro sind jedoch nur der unmittelbare Finanzbedarf, den Athen in Kürze hat, um nicht wieder vor der Totalpleite zu stehen. Aktuell soll der Schuldenstand trotz gigantischer Finanzhilfen und Schuldenschnitt bis zum Ende des Jahres 2013 auf 167 Prozent des BIP klettern. Dabei wurden bereits 240 Milliarden Euro des IWF und der EU-Mitgliedsländer nach Griechenland gepumpt.

Bis 2020 hatten Athen und die Troika aus IWF, EZB und EU vereinbart, den Schuldenstand auf 122 Prozent des BIP, bis 2022 sogar auf 110 des BIP herunterzufahren. Dies würde bedeuten, dass man bis zu diesen Zeitpunkten 43 bzw. 57 Prozent des BIP an Schuldenrückführung zu tätigen hätte. Experten gehen davon aus, dass dies wiederum nur durch mehrere Schuldenschnitte umgesetzt werden kann. Aus eigenem Antrieb kann Griechenland dies nicht schaffen. 2013 schrumpft die Wirtschaft weiterhin und für 2014 ist ein bescheidenes Wachstum von 0,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

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