Griechischer Vize-Ministerpräsident stellte eigene Freundin als Mitarbeiterin an

Ein neues Husarenstück griechischer Vetternwirtschaft ist nun an die Öffentlichkeit gelangt. Der Nea-Dimokratia-Politiker und stellvertretende Ministerpräsident Simos Kedikoglou stellte im März 2013 die eigene Freundin in seinem Kabinettsbüro an. Gleichzeitig bastelte Kedikoglou als für die Medien zuständiges Regierungsmitglied an der Entlassung von 2.700 Journalisten, Technikern und Verwaltungsangestellten im staatlichen Rundfunksender ERT.

Das Arbeitsverhältnis der jungen Freundin des Vize-Regierungschefs wurde sogar öffentlich im Amtsblatt verlautbart und von Ministerpräsident Antonis Samaras, einem Parteifreund Kedikoglous, persönlich genehmigt.

Fotos vom Badeurlaub entlarvten das eigenartige „Arbeitsverhältnis“

Erst ein zufällig geschossenes Badeurlaubsfoto von Kedikoglou und seiner jungen blonden Geliebten ließ die Gerüchteküche dampfen. Mitarbeiter von Kedikoglou, Regierungskollegen und Oppositionspolitiker erkannten in der neben dem Vize-Regierungschef stehenden Badenixe dessen Mitarbeiterin. Mittlerweile wurde die Dame wieder aus ihrer Position entfernt – der Minister selbst denkt jedoch nicht an Rücktritt. In Griechenland wird Politik seit Jahrzehnten als Familienbetrieb angesehen, regierten doch viele Jahre abwechselnd ausschließlich Ministerpräsidenten aus den Reihen der Familien Papandreou (PASOK) oder Karamanlis (ND).

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: EASYATW1), ltd. Unzensuriert

  Dieses Video könnte Sie auch interessieren:
Copy link