Pädophiler spanischer Ex-Spion von marokkanischem König begnadigt | Unzensuriert.at

Pädophiler spanischer Ex-Spion von marokkanischem König begnadigt

5. August 2013 - 9:00

Mit der Begnadigung eines pädophilen Mehrfachtäters hat der regierende marokkanische König Mohammed VI. die Volksmassen in seinem nordwestafrikanischen Heimatland erzürnt. Nach spontanen Protesten der Bevölkerung, die von der Exekutive brutal aufgelöst worden waren, wurde für diese Woche zu einer Massenkundgebung in Casablanca aufgerufen. Der 64-jährige Spanier Daniel Fino Galván, der nun auf freien Fuß gesetzt wurde, war im Jahre 2011 zu nicht weniger als 30 Jahren Haft verurteilt worden. Vor seiner Ansiedlung in Marokko im Jahr 2005 soll Galván als Spion im Irak am Sturz von Saddam Hussein beteiligt gewesen sein.

In Marokko gab er sich als Hochschulprofessor im Ruhestand aus. Seinen abartigen Neigungen ging er nach, indem der unter anderem Feste für Nachbarskinder organisierte. In diesem Rahmen vergewaltigte er insgesamt elf Kinder im Alter zwischen 4 und 15 Jahren und filmte seine Taten sogar mit.

26.000 Vergewaltigungen von Kindern jährlich in Marokko

Nicht weniger als 26.000 Vergewaltigungen von Kindern schätzt die Kinderschutzorganisation "Touche pas à mon enfant" (zu Deutsch: Fass mein Kind nicht an), die in Marokko alljährlich begangen werden. Die Taten gehen auf das Konto einer gut vernetzten Pädophilenszene, die bis in den Jet-Set von Marrakesch reichen. Kunden dieses Netzwerks sollen unter anderem auch Politiker und Unternehmer europäischer Länder sein.

Die Entscheidung von König Mohammed, anlässlich seines Thronjubiläums im Rahmen von 1044 Begnadigungen auch den Kinderschänder Galván aus der Haft zu entlassen, könnte jedenfalls der Funke sein, der auch in Marokko zu einem baldigen Umsturz führen könnte. Bisher war das Land von der "Arabellion" verschont geblieben, der Kinderschänderskandal könnte neben anderen gesellschaftspolitischen Problemen aber zum Ende der Regentschaft Mohammeds VI. führen. Die Proteste haben nun dazu geführt, dass der König die Begnadigung offensichtlich wieder zurückgezogen hat.

 

 

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