Investmentbank Goldman Sachs wegen Rohstoffhandels vor Gericht

Wegen massiven Einflusses auf den Rohstoffhandel mit Aluminium muss sich die US-Investmentbank Goldman Sachs vor amerikanischen Gerichten verantworten. Der Aluminium-Industriebetrieb Superior Extrusion hat gegen Goldman Sachs Klage eingebracht und wirft der Bank vor, Aluminium in Lagerhäusern zu horten, um den Preis nach oben zu treiben.

Firmen, die das Leichtmetall Aluminium für ihre Produktion dringend brauchen, wie etwa Autozulieferer, warten durch die „Lagerhaltungspolitik“ von Goldman Sachs deutlich länger auf die Zuteilung und Auslieferung. Durch diese Art der Geschäftspolitik wird das Gut künstlich verknappt und so der Preis nach oben getrieben. Superior Extrusion rechnet vor, dass sich Auslieferungsintervalle von früher drei Wochen auf nunmehr 16 Monate verlängert haben.

Auch Londoner Metall-Börse LME verklagt

Durch Goldman Sachs wird der Aluminiumverkauf täglich kontrolliert, somit kommt es zu einer perfekten Marktüberwachung. Die dadurch künstlich herbeigeführte Aluminiumknappheit lässt die Preise steigen. Damit hebt die Investmentbank sozusagen eine eigene „Goldman-Sachs-Steuer“ für den Rohstoff ein. Gleichzeitig verdienen ihre Kooperationspartner an den Einlagerungsgebühren. Neben einer Klage in den USA sieht sich nun auch die Londoner Metall-Börse LME einer Untersuchung durch die britische Börsenaufsicht wegen dieser Geschäftspraktiken ausgesetzt.

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