Britische Regierung warnt vor Zwangverheiratung in den Ferien

Vor besonderen Gefahren in den Sommerferien warnt die britische Regierung unter Ministerpräsident David Cameron die Jugend in Großbritannien. Viele junge Menschen aus muslimischen Milieu werden in den Schulferien ins Ausland auf Urlaub geschickt. Dabei kommt es in den letzten Jahren immer häufiger vor, dass Mädchen zwangsverheiratet werden. Ihre Familien nutzen den Auslandsaufenthalt in islamischen Ländern, um die Mädchen dort ohne deren Einwilligung „an den Mann zu bringen„.

Das britische Innenministerium hat nun Flughafenpersonal, Ärzte und Lehrer in einer Informationskampagne über diese Gefahr für einen Teil der Jugend aufgeklärt und diese aufgefordert, beim geringsten Verdacht Alarm zu schlagen und die Polizeibehörden einzuschalten. Gleichzeitig wurde ein Gesetz ausgearbeitet, das die Behörden dazu autorisiert, Eltern und Verwandte für die Anbahnung, Organisation und Duldung einer Zwangsheirat strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.

1.500 Zwangsverheiratungen junger Britinnen im Ausland

Allein im letzten Jahr soll es so zu 1.500 Zwangsverheiratungen junger Britinnen im Ausland gekommen sein. Viele der Mädchen waren sogar noch Kinder, wie etwa ein erst elfjähriges Mädchen, das im Jemen gegen ihren Willen und unter dem Zwang ihrer Verwandten mit einem viel älteren Mann verheiratet wurde. Zwei Drittel der Zwangsverheiratungen minderjähriger Mädchen aus Großbritannien im Jahr 2012 sollen in Pakistan stattgefunden haben.

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