Für Julian Assange ist Snowden der große Sieger

Als großen Erfolg für den Aufdecker Edward Snowden wertet Wikileaks-Gründer Julian Assange die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama, bei der Sammlung von Daten durch US-Geheimdienste zukünftig zurückhaltender vorzugehen. Für Assange hat Snowden Pionierleistungen erbracht, denn ohne seine Enthüllung aus den NSA-Archiven wäre der amerikanische Präsident nicht dazu genötigt, weitreichende Zugeständnisse in der Öffentlichkeit anzukündigen.

Hätten Snowdens Enthüllungen zu keinem öffentlichen Aufschrei und entsprechenden Reaktionen der US-Administration geführt, dann wäre dessen Aufdeckungsprojekt gescheitert. Die nachhaltigen Auswirkungen von Snowdens Tun könnten jetzt aber laut Assange nicht mehr wegdiskutiert werden.

Assange möchte Senator in Australien wirken

Assange, der seit über einem Jahr in der Botschaft von Ecuador in London festsitzt, möchte zukünftig in seinem Heimatland Australien politisch aktiv werden. Dort hat er seine Kandidatur für die kommenden Senatswahlen angemeldet und will gemeinsam mit einigen Mitstreitern den Sprung ins Parlament Australiens schaffen, um auch dort seinen Kampf gegen den Überwachungsstaat fortzusetzen.

Assanges Wahl in Australien könnte auch bewirken, dass ihn die Londoner Behörden ausreisen lassen müssen, da es sich bei ihm ja dann um ein frei gewähltes Mitglied einer Volksvertretung in einem britischen Commonwealthstaat handeln würde.

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