Ungarn haben alle Schulden an IWF zurückbezahlt

Ein weiteres Mal konnte der konservative Ministerpräsident Ungarns, Viktor Orbán, die Souveränität seines Heimatlandes Ungarn erfolgreich verteidigen. Ein Jahr früher als geplant zahlte Ungarn dem Internationalen Währungsfonds die Gesamtsumme der 2008 gewährten Gelder aus dem von IWF und EU bereitgestellten Rettungsprogramm zurück.

Eigentlich wären die letzten Raten erst im dritten Quartal 2014 fällig gewesen, nun haben die Ungarn eine Gesamtsumme von 2,15 Milliarden Euro an den IWF auf einmal bezahlt, und sind damit ihre internationalen Schulden unmittelbar los. Gleichzeitig spart Orbán damit den Ungarn auch Zinskosten von 11,7 Millionen Euro.

Ungarn zeigen dem IWF kräftig die Zähne

Linke Kreise in der Brüsseler EU-Administration hatten immer wieder versucht, das IWF-Rettungspaket, das noch von der sozialistischen Vorgängerregierung abgeschlossen worden war, als Druckmittel gegen Orbáns Politik einzusetzen. Quasi als „Besatzungsmacht“ sollte der IWF gegen die national-konservative Regierung instrumentalisiert werden. Mit der kompletten Begleichung der Schulden an den IWF fällt dieses Druckmittel nun weg.

Bereits im Juli hatte der ungarische Nationalbank-Präsident und frühere Wirtschaftsminister György Matolcsy angekündigt, er werde das IWF-Büro in Budapest schließen. Matolcys Begründung war, dass dieses nicht länger notwendig sei, da Ungarn bald keinerlei Verpflichtungen mehr gegenüber dem IWF habe.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link