Wirtschaftsweiser Konrad für Austritt aus der Eurozone

Neue Töne kommen aus dem engsten Umfeld des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) knapp vier Wochen vor der deutschen Bundestagswahl. Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats im deutschen Finanzministerium, Kai Konrad, hält nach derzeitigem Erkenntnisstand einen Austritt Deutschlands aus der Eurozone spätestens in ein paar Jahren als unvermeidlich. Wenn sich die Eurokrise weiter verschärfe, dann müsse Deutschland die Eurozone verlassen.

Nur eine Abwertung des Euro durch die verbleibenden EU-Südstaaten und eine eigenständige Entwicklung Deutschlands mit einer neuen D-Mark könne laut Konrad den Spagat der Wirtschafts- und Währungspolitik für die Zukunft lösen.

Deutschland nach Euro-Austritt mit neuer D-Mark stärker

Vor allem die Entwicklung im maroden Griechenland bestärken Konrad in seiner Beurteilung für die Zukunft des Euroraums. Griechenland sei laut Konrad „ein Fass ohne Boden“, das weiterhin sinkende Wirtschaftsdaten und steigende Staatsverschuldung bei nicht umgesetzten Reformen aufweisen werde. Auch ein Austritt der Griechen als isolierter Schritt ist für Konrad kein richtiger Schritt, da dann die „Außenschulden“ noch einmal erhöht würden.

Konrad tritt demgegenüber für einen Austritt der Euro-Nordstaaten, konkret etwa Deutschlands, ein. Sollten Deutschland und ein paar weitere starke Euro-Länder die Währungsunion verlassen, würde der Euro abgewertet und die EU-Südstaaten könnten wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Deutschland könnte bei einer Wiedereinführung der D-Mark wettbewerbsfähig bleiben und seine ökonomischen Standortvorteile ohne den Eurozonen-Klotz am Bein sowohl europäisch als auch international ausnützen.

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