Ecuadors Präsident möchte gedruckte Zeitungen verbieten

Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa lässt mit einer unkonventionellen Idee aufhorchen. Nachdem er von verschiedenen Medien wegen eines Ölwirtschaftsprojekts und den Auswirkungen auf die Umwelt öffentlich kritisiert worden ist, droht der streitbare Sozialist nun mit einer Volksabstimmung über ein Verbot gedruckter Zeitungen. Begründung Correas: Dies wäre eine geeignete Maßnahmen im Sinne des Umweltschutzes.

Correa twitterte, dass die “merkantilistischen Tageszeitungen” die größten Umweltschützer seien. Das Volk solle nun befragt werden, ob zukünftig Zeitungen nur mehr online erscheinen, um dann das Papier zu sparen und somit eine Abholzung von Wäldern zu verhindern.

Correa gründete staatliche Medien und verfolgt Journalisten

Correa ist ein erklärter Gegner privater Medienunternehmen. Um das aus seiner Sicht herrschende “Meinungsmonopol” der Privaten zu brechen, gründete der Präsident bereits 2008 den staatlichen Fernsehsender EcuadorTV sowie den Rundfunkkanal RPE. Gleichzeitig wurden auch einige Tageszeitungen mit Staatsbeteiligung gegründet. Im letzten Jahr ließ Correa 17 private Rundfunkstationen schließen – Begründung: Sie hätten ihre Lizenzgebühren nicht bezahlt. 2012 wurden auch Journalisten der Oppositionszeitung El Universo zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 42 Millionen US-Dollar verurteilt. Die Zeitung hatte berichtet, Correa habe einen Angriff des Militärs auf ein Krankenhaus befohlen, um den Präsidenten vor demonstrierenden Gegnern zu schützen. 

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