Wirbel um türkische Faymann-Werbung

Immer wieder setzen die Roten auf die „türkische Karte“. SPÖ-Spitzenkandidat Werner Faymann stand bereits im Wahljahr 2008 unter Beschuss, weil er mit einem Sujet auf Stimmenfang ging, das in türkischer Sprache gehalten war. Im nunmehrigen Wahlkampf sorgt ein anderes Plakat für Wirbel, das anfangs in Favoriten am Viktor-Adler-Markt bei zwei Marktstandln affichiert wurde. Ein betroffener Besitzer berichtete, dass die Plakate in der Nacht aufgeklebt wurden, die Täter sind unbekannt geblieben. Die Plakate verschwanden Tage später, nachdem der Vorfall auf Facebook publik wurde. FPÖ-TV berichtet darüber in seinem aktuellen Magazin. Die befragten Marktstandbesitzer zeigten sich in keiner Weise erfreut, zur Anzeige wurde die illegale Plakataktion jedoch nicht gebracht.

Weitere Plakate wurden dennoch gefunden. Etwa in migrantischen Gasthäusern in der nahegelegenen Davidgasse. Einer der türkischen Lokalbesitzer  – ein bekennender SPÖ-Wähler – verwies auf den Wirt des „DERYA“, wo ein weißes Auto parkte, das auf seinem Anhänger eine knallrote Plane trägt, verziert mit großen SPÖ-Logos.

Faymann streitet türkische Werbung ab

In Facebook-Einträgen gab Bundeskanzler Faymann zum Besten, dass es sich bei den Plakaten um einen Fake handeln würde. Von der SPÖ würden nur deutschsprachige Sujets verwendet.  Allerdings hörte sich das im „DERYA“ etwas anders an. Die Plakate würde ein gewisser Walter Hloch vorbeibringen. Auch der Name Marcus Franz wurde genannt. Hloch war ehemaliger Klubobmann der SPÖ Bezirksgruppe Favoriten. Und Franz ist sein Nachfolger. Somit dürfte die Spur nun doch zur SPÖ führen, auch, wenn Faymann davon nichts wissen will.

Sowohl die Bundes-SPÖ als die Bezirks-SPÖ wurden von FPÖ-TV um eine Stellungnahme ersucht. Vom Bundesbüro hieß es, man müsse erst bei den „Chefitäten“ nachfragen. Die SPÖ Favoriten versicherte, Marcus Franz werde zurückrufen. Ein Rückruf erfolgte – in mittlerweile zwei Wochen – nicht.

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