Ex-ÖVP-Spitzenpolitikerin Ranner muss vor Gericht

Wieder einmal muss sich eine ehemalige Spitzenpolitikerin der ÖVP vor Gericht verantworten. Die einstige EU-Abgeordnete Hella Ranner aus Graz steht ab 4. November 2013 wegen Betrugs und Untreue vor dem Strafrichter. Die Staatsanwaltschaft Graz wirft ihr vor, dass sie einer Privatperson zwei Darlehen in der Höhe von je 50.000 Euro herausgelockt und ihre ehemaligen Partner in einer Rechtsanwaltskanzlei um die satte Summe von 387.000 Euro geschädigt haben soll. Bei den Vorwürfen handelt es sich um eine höchst brisante Angelegenheit, für die vorerst fünf Verhandlungstage angesetzt worden sind.

Ihre früheren Partner in der Linzer Anwaltskanzlei Saxinger, Chalupsky & Partner (SCWP) hatten Ranner angezeigt und werfen ihr vor, sie vornehmlich durch erschlichene Prämien und ungerechtfertigt erstellte Honorarforderungen zwischen 2006 und 2008 geschädigt zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Ranner war jahrzehntelang für ÖVP politisch aktiv

Die Grazerin Ranner war jahrzehntelang für die ÖVP politisch aktiv. Sie hatte ihre Laufbahn ursprünglich Ende der achtziger Jahre im Grazer Gemeinderat begonnen. 2009 folgte ihre Wahl als ÖVP-Abgeordnete ins Europäische Parlament. Ranner war unter anderem auch Grazer Messepräsidentin. Bereits 2010 musste sie ihre Rechtsanwaltstätigkeit ruhend melden. Als 2011 strafrechtliche Vorwürfe gegen Ranner erhoben wurden, baute sie gleichzeitig auch einen Mega-Konkurs mit Passiva von nicht weniger als 4,9 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr legte sie alle politischen Funktionen zurück.

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