Russische Investoren bekommen Zypern-Bank und Glückspiel

Russische Investoren rüsten zum Gegenschlag im EU-Krisenland Zypern. Nachdem im Zuge des Bankenrettungspakets im Frühjahr vor allem russische Anleger zur Ader gelassen worden waren, schlagen diese nun zurück. Eine Moskauer Investorengruppe hat jetzt die angeschlagene Bank Bank of Cyprus übernommen. Damit möchte man offensichtlich bei zukünftigen EU-Aktionen als Bankeigentümer Widerstand leisten und autonom bleiben. Vor allem russischen Kunden, die weiterhin auf Zypern investieren und anlegen wollen, soll hier ein „sicherer Hafen“ für ihr Geld geschaffen werden.

Präsident spricht von Entschädigung für Russen

Der zypriotische Staatspräsident Nikos Anastasiades spricht von einer Entschädigung für die Russen, die ja beim sogenannten Hairut im Frühjahr ordentlich Federn lassen mussten. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich rund 20 Milliarden Euro an Anlagevermögen in Zypern befunden. Das Bankenpaket, das die Zyprioten mit der Troika aus EU-Kommission, Internationalen Wirtschaftsfonds und Europäischer Zentralbank ausgehandelt hatten, hielt sich an Vermögen von über 100.000 Euro schadlos.

Die von zypriotischer Seite offen betriebene Übernahme der Bank of Cyprus durch die Russen ist offensichtlich eine Vorleistung für neue gemeinsame Geschäftsmodelle. So sollen russische Oligarchen dafür begeistert werden, in einen neu zu etablierenden Mega-Glücksspielsektor zu investieren, der dann nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt sein soll, sondern sich auch für die Geldwäsche bestens eignet.

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