US-Studie belegt: Eurozone steht vor dem Zerfall

Die Eurozone steht vor dem Zerfall. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der beiden US-Ökonomen Kevin O’Rourke und Alan Tayler in der jüngsten Ausgabe des Journal of Economic Perspectives. Begründung der beiden Spitzenökonomen: Die derzeitige Euro-Zone entspreche keinem einheitlichen Währungs- und Wirtschaftsraum. Standortfaktoren und Konjunkturzyklen seien von fundamentalen Unterschieden gekennzeichnet. Ohne einen synchronen Verlauf der Wirtschaftszyklen könne ein so großer Wirtschaftsraum wie die Eurozone aber nicht funktionieren.

Die Geldpolitik steht vor einem Dilemma. Während etwa die EU-Südstaaten nach niedrigen Zinsen verlangen würden, wäre für den Raum von Zentral- und Nordeuropa eine höhere Verzinsung sinnvoll. Dies lässt die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank jedoch nicht zu.

Ohne Abwertung im Süden keine Gesundung

Aktuell können die Euro-Krisenländer nicht abwerten, deshalb starteten sie den Versuch, durch Lohnsenkungen eine sogenannte „innere Abwertung“ in den jeweiligen Volkswirtschaften zu erreichen. In den Wachstumsjahren bis 2007 hatte sich das Lohnniveau durch die niedrigen EZB-Zinsen in den EU-Südstaaten überproportional aufgebläht. Jetzt stehe man vor dem Scherbenhaufen des Euro. Kevin O’Rourke und Alan Tayler sehen am Ende des Tages einen Kollaps des Euro, da man in Brüssel nicht in der Lage sei, notwendige Reformschritte, bis hin zu einer Teilung der Eurozone in einen Süd- und Nordteil durchzuführen.

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