Französische Société Générale flüchtet sich in Islambonds

Französischen Banker haben offensichtlich kein Vertrauen mehr in den europäischen Anlegermarkt, speziell im Kreise der Eurostaaten. Die französische Großbank Société Générale möchte in Malaysia  erstmal einen eigenen „Islambond“, einen sogenannten Sukuk, auflegen. Die Emission soll eine Milliarde Ringgit, umgerechnet 225 Millionen Euro, einspielen. Die erste Tranche der wird bereits bis Jahreswende platziert. Société Générale ist eine der wichtigsten Geschäftsbanken Frankreichs und gehört zusammen mit Crédit Lyonnais und der BNP Paribas zu den drei ältesten Geschäftsbanken.

Die malayische Notenbank hat das Vorhaben aus Paris bereits genehmigt. Bereits 2011 hatte die britische HSBC einen Islambond im Gesamtvolumen von 370 Millionen Euro ausgegeben.

Société Générale nutzt islamisches Zinsverbot

Die Société Générale nutzt das islamische Zinsverbot, da sie dadurch weniger für das ausgeliehene Geld bezahlen muss. Bei den Islambonds sind die Gläubiger Miteigentümer und erhalten jährliche Gewinnausschüttungen von der Bank. Allein 2012 ist der Weltmark für diese Bonds um 54 Prozent auf rund 100 Milliarden Euro angestiegen. Der Großteil wird über den Finanzplatz in Malaysia an die Anleger gebracht.

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