Werner Faymann wollte Wohnungen enteignen

Die Lebensjahre des amtierenden Bundeskanzlers Werner Faymann (SPÖ) von 1978 bis 1985 sind in der Öffentlichkeit ein großes Mysterium. Faymann und seine Parteigenossen haben über diese sieben Jahre eine Art “Nachrichtensperre” verhängt. Nicht einmal die Ablegung der Matura ist in der Öffentlichkeit tatsächlich dokumentiert, da die Jahresberichte seiner Schule von der Nationalbibliothek einfach “geschreddert” worden sind. Vom erfolglosen Jus-Studenten über die Karriere als Taxifahrer bis hin zu längeren Auslandsaufenthalten in befreundeten “Bruderstaaten” handeln Indizien und Gerüchte über den Lebenslauf des roten Bundeskanzlers.

Nicht so geheim sind die politischen Inhalte, die Faymann in diesem Zeitraum Anfang der achtziger Jahre vertreten hat. Einen Beleg dafür liefert die Zeitschrift Rot-Press des Verbands Sozialistischer Studenten (VSStÖ) aus dem Frühjahr 1983.

Faymann für die Zwangskommunalisierung des Wiener Wohnungswesens

Faymann, damals Obmann der Sozialistischen Jugend in Wien und damit oberster Juso in der Bundeshauptstadt, schildert in einem Beitrag für Rot-Press seine kommunalpolitischen Vorstellungen. Der nachmalige SPÖ-Kanzler kandidierte damals im zarten Alter von 22 Jahren in seinem Heimatbezirk Liesing für den Wiener Gemeinderat .

Faymann kritisierte damals im VSStÖ-Kampfblatt das, was er als jahrelanger Wohnbaustadtrat im Zeitraum 1994 bis 2007 politisch nicht lösen konnte: die Wohnungsmisere in Wien. Damals noch ganz Linkssozialist trat Genosse Faymann für die Zwangskommunalisierung im Wiener Wohnungswesen ein:

Sozialistische Grundsätze, wie “Wohnung darf keine Ware sein”, müssen durch gesetzliche Maßnahmen angesteuert werden. Enteignungsmöglichkeiten zugunsten der Gemeinde beziehungsweise der Bewohnerschaft, Schaffung eines Grundstückspools mit dem Vorkaufsrecht durch die Gemeinde und eine zentrale Meldestelle für leerstehende Wohnungen sind notwendig.

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